Meditation Schweigen lernen Innehalten lernen Psychosophia Lebensbewältigung Lebensgestaltung Lebenskunst Praxis für Persönlichkeitsentfaltung und Lebensfreude
Stille Meditation

Konzentration lernen
Sammlung erfahren
Entfaltung erleben
Stille Meditation

Innehalten üben
Loslassen lernen
Bewusstseinserweiterung
Stille Meditation

Achtsamkeit
Wachsamkeit
Gelassenheit

Weiterbildung: Transformation des Bewusstseins durch Stille Meditation

Psychosophia Meditation bietet als gegenstandslose Stille Meditation in Luzern die für psychische Gesundheitsprävention und eine integrale Entfaltung hilfreiche Übung der kraftvollen inneren Sammlung: Für ein waches und achtsames Gegenwärtig-sein und eine nachhaltige integrale Persönlichkeitsentfaltung.

Innehalten üben, ohne besondere Zusätze - nüchternes, kraftvolles, schlichtes Sein. Unsere Stille Meditation betont das Schlichte, Einfache: Wir sitzen gemeinsam in der Stille und üben Präsenz, ganz da-sein im Atem, im Augenblick des »Hier und Jetzt« sein. Einfach ganz da sein üben, in bestimmter formeller Haltung sitzen, atmen und nichts besonderes tun. Wir beobachten nicht, weder andere noch uns selbst, sondern sitzen einfach in möglichst klarer Präsenz. Eine Haltung und Erfahrung, die wir in unserem Alltag allzu häufig verändern. Wir üben stilles konzentriertes Innehalten, zu sein ohne zu müssen.

Einführung in Stille Meditation. Für Anfänger wird eine ausführliche individuelle Einführung angeboten mit genügend Raum für persönliche Fragen und Austausch.

Spirituelle Begleitung. Es besteht die Möglichkeit für eine individuelle Begleitung ausserhalb des Meditationsangebotes.


Mögliche Wirkungen durch eine regelmässige Stille Meditations-Praxis

Entkonditionierung. Stille Meditation hat unter anderem den praktischen psychologischen Effekt der Entkonditionierung. Entkonditionierung meint die Auflösung psychologischer (konditionerter) Muster durch die gelingende kraftvolle Achtsamkeit des ganzheitlichen Augenblicks-Bezogenseins - zum Beispiel in der Sammlung im einfachen Atem.

Bewusstwerdungsprozess. Die Erfahrung und Einübung der Entkonditionierung ist ein hilfreicher psychologischer Prozess, der nicht nur das Erlernen und Einüben neuer, entfaltungsförderlicher Muster stark erleichtert, sondern auch zu einem klareren Blick für Wesentliches im Alltag führt: Wir klären unseren Blick durch das Loslassen nicht hilfreicher Muster und können so perspektivenreicher oder gar unmittelbar die Dinge erblicken »wie es ist« (Shunryû Suzuki Rôshi).

Innerer Wandel. Durch die positive Wirkung der Entkonditionierung, insbesondere in Kombination mit der Einübung entfaltungsförderlicher Muster, geschieht allmählich ein psychologischer Wandel, der zur Beseitigung von individuellen Geistestrübungen und zur Klärung unmittelbarer Einsichtsfähigkeit sowie entsprechender Einsichten und Wahrnehmungen beiträgt.

Mögliche Wirkungen sind die Klärung des Geistes, eine sog. Bewusstseinserweiterung, die Stärkung der Konzentrationskraft und Sammlungskraft sowie die Zunahme an Selbsterkenntnis: Wir sind der Meinung, dass für die persönliche Reifung, Entfaltung und den integrativen Wandel Stille Meditation ein hilfreicher Bestandteil sein kann.

Transformation. Die Übung der »Kehr nach Innen« durch Stille Meditation wirkt nicht »nur« entspannend und kräftigend: Sie eröffnet neue Bewusstseinserfahrungen, tiefe Erkenntnisse und einen nachhaltigen Wandel durch Transformation von Geist und Körper.

Achtsamkeit. Stille Meditation lässt geistig-psychisches Loslassen einfach(er) geschehen. Dies geschieht insbesondere durch das allmählich viel achtsamere Erfahren und Erkennen von sog. somato-psychischen Prozessen und durch gesammeltes Augenblicks-Bezogensein.


Stetes Ziel: Integration in den Alltag

Herzbewusstsein und Integration. Durch eine regelmässig praktizierte konzentrative stille Innenkehr können wir erleben, wie Dinge sich wie von selbst ordnen. Loslassen geschieht wie von selbst, unser mitfühlendes Herzbewusstsein nimmt zu und allmählich entfaltet sich Gelassenheit. Erfahrungen, die wir genauso in den Alltag hineintragen und integrieren, wie auch »kleinere« Erkenntnisse und Erfahrungen während unserer Meditation.

So wird Stille Meditation zu einem schlichten und nüchternen, aber an Bedeutung zunehmenden Weg der natürlichen Selbstverwirklichung im tätigen Alltag und stellt ein ausgezeichnetes Mittel dar zur täglichen Wiederherstellung der Balance zwischen unserem Tätigsein und unserer inneren Ruhe.


Für wen?

Das Angebot der Stillen Meditation ist offen für alle Interessierten, unabhängig von Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion oder einem bestimmten Glauben. Ideal etwa für Menschen, die - nebst ihrem geschäftigen Tätigseins im Alltag - wirklich üben möchten, innere Stille und Ruhe zu erfahren.

Voraussetzung. Kein Erfahrungsweg ist gefahrenlos, dies ist insbesondere auch im Bereich der Meditation bzw. Spiritualität zu beachten. Eine wichtige Voraussetzung ist ein sog. »starkes Ich«, das sich in und mit der Stille und der zunehmenden Bewusstseinsöffnung grundsätzlich zurechtfinden kann. Auch die Bereitschaft zum kritischen Dialog ist hilfreich.

Persönliche Erfahrung und Erkenntnis im Vordergrund. Spiritualität ist zunächst immer Erfahrung und daher unabhängig bzw. erst in zweiter Linie abhängig von irgendeiner Konfession. Daher eignet sich Stille Meditation unbedingt auch für nicht-religiöse Menschen. Stille Meditation ist eine wichtige Grundlage für einen aufrichtigen interreligiösen Dialog.

Transreligiös. Je nach Dialogpartner bieten wir einen nicht-religiösen, einen inter-religiösen oder einen trans-religiösen Dialog an, denn spirituelles Erleben der sog. »letzten Wirklichkeit« ist zwar sehr wohl, aber nicht nur, in einem (bestimmten) religiösen Kontext zu finden: Sie kann durchaus auch rational begründend durch andere Wissenschaftszweige zugänglich werden - etwa als unterschiedliche besondere Bewusstseinszustände durch die Transpersonale Psychologie, oder als als sog. Seinserfahrung durch die Forschungen der Philosophie. Dann erscheint sie als nicht-religiös. Transreligiös wird ein Dialog aus der Begegnung unterschieldicher religiöser Erfahrungskontexte.

Zeitpunkt unserer Stillen Meditation. Bisher: Mittwochs, 17.30-18.30. Dieses Meditationsangebot wird eingestellt und durch ein neues Angebot erweitert (Halbtages- u./o. Ganztageszeiten).

Übungsort. Bisher: »Raum für Bewegung und Tanz« im Wesemlin-Quartier in Luzern - Busstation Morgenweg, Nähe Migros (vom Bahnhof Luzern ca. 5 Min. Busfahrt mit Bus Nr. 7 Richtung Unterlöchli.
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Raum

Sammlung im Sitzen durch die Übung, im Augenblick ganz beim Atem zu sein


»Es muss eine kraftvolle Einkehr geschehen,
ein Einholen, eine innere Sammlung aller Kräfte,
der niedersten wie der höchsten, ein Einswerden aus aller Zerstreuung.«

Johannes Tauler, christlicher Mystiker


Stille Meditation: Die individuelle Erfahrung im Mittelpunkt - verschiedene Sichtweisen

Im Zentrum der Stillen Meditation steht das achtsame gegenwärtige »Beobachten« bzw. unmittelbare Erfahren des Einsseins mit dem Atmen im Hier und Jetzt - ganz gesammelt mit dem, durch den und im Atem.

Aufgrund dieser an und für sich einfachen Übung sitzender Sammlung, nennen wir die Stille Meditation auch einfach nur »Sitzen«: Denn Voraussetzung ist nicht etwa ein bestimmter religiöser Glaube, sondern ein persönliches Interesse an erfahrungsorientierter Einübung konzentrierter Sammlung auf den Atem.


Bei Gelingen kann die Stille Meditation zu innerer Ruhe führen und neue Selbst- und Welt-Erkenntnisse eröffnen: Tiefe Wirklichkeits-Erkenntnisse wie subtile Verbundenheit und Nicht-Getrenntheit, die Reifung in Gelassenheit und die Einheit von hoher Wachheit und Sammlung eröffnen allmählich Erfahrungen eines sanften, jedoch unerschütterlich beglückenden Gegenwärtig-seins in freudvollen und leidhaften Situationen, so, wie sie das Leben anbietet.


Durch den Buddhismus und weitere indische Entfaltungswege sind solche Entfaltungswege der Geistesschulung und Sammlung durch Stille Meditation bereits seit Jahrtausenden von vielen Menschen erprobt: In vielen Kulturen und Jahrhunderten ist Meditation als spirituelle Übung vorfindbar und seit längerem wird sie auch aus gesundheitspsychologischer, psychotherapeutischer und verhaltensmedizinischer Sicht untersucht und erforscht.


Die einübende Erprobung über Jahrtausende durch viele Menschen verlangt natürlich nicht einen blinden Glauben, im Gegenteil: Eine individuelle kritische und autonome Überprüfung ist sehr wichtig und wesentlich und wird etwa auch von Buddha Shakyamuni bzw. Siddhartha Gautama selbst betont: Jeder soll selbst die Übung wie die Erfahrung überprüfen und dann auch erfahren!

Auch im Christentum - in der christlichen Mystik etwa - sind ähnliche Empfehlungen der inneren Einkehr bestens bekannt, und natürlich empfiehlt auch die professionelle, die transpersonelle Erfahrungs- und Erkenntnisdimension einschliessende Psychologie eine entsprechende individuelle kritische Prüfung und Einübung.

Die von uns angebotene Stille Meditation ist eine Meditations-Form, die per se eine individuelle Übung und Orientierung verlangt, und nicht etwa ein bestimmtes Glauben-an oder -von etwas.


Aus der philosophisch-psychologischen Perspektive ist die Stille Meditation eine phänomenologische Übung achtsamer und konzentrierter Geistes- oder Bewusstseinsbeobachtung und Bewusstseinsleerung.


Stille Meditation: Buddhistisch, christlich, ... und transreligiös sowie transkonfessionell

Das Institut Psychosophia bietet mit der Stillen Meditation gleichzeitig eine buddhistische und christliche wie auch transreligiöse und transkonfessionelle Meditationsform an, die sich in der Grundlinie am Zen-Buddhismus orientiert. Sie ist geeignet für Gläubige verschiedener Religionen, für interreligiös interressierte Menschen sowie auch für Atheisten. Wie und warum ist das möglich?

Schauen wir kurz, was das ist, der Buddhismus:

Was ist Buddhismus?

Der Buddhismus ist eine systematische Geistesschulung mit langer und vielfältiger Tradition. Auch unsere westliche antike Philosophie kennt einige philosophische Lebensschulen, aber leider hat »der Westen« keine solche systematische Geistesschulung über viele Generationen hinweg entwickelt wie etwa Buddha Shakyamuni selbst bzw. die Schulen, die sich auf ihn und seine Lehre beziehen.

»Der« Buddhismus. Gerade die vielen existierenden buddhistischen Schulen weisen darauf hin: Eigentlich gibt es »den« Buddhismus nicht. Auch im Buddhismus gibt es trotz Gemeinsamkeit des Bezugs auf Buddhas Lehrreden viele Unterschiede, die letztlich nicht nur auf inhaltliche, sondern wohl auch auf sozioökonomische bzw. soziologische Gründe zurückzuführen sind.

Es sind unterschiedliche Bestrebungen im Gange, einen westlich geprägten Buddhismus zu finden, den man vielleicht auch interbuddhistisch oder westbuddhistisch oder auch Navayana-Buddhismus nennen könnte - vielleicht entsteht (emergiert) aber auch etwas ganz Neues in der Begegnung mit westlicher Wissenschaft und christlicher (oder anderer) spiritueller Erfahrung.

Aus der Sicht der transpersonalen Psychologie und der Mystologie - das ist die Wissenschaft der Mystik - macht die Begegnung verschiedener spiritueller Traditionen viel Sinn. Sie betrachtet spirituelle bzw. mystische Erfahrungen aus transkultureller und transkonfessioneller Perspektive und sucht bestenfalls auch transreligiöses Entstehen des Neues aus unmittelbaren relgiösen Begegnungen.

Ein wesentlicher Aspekt buddhistischer Geistesschulung ist die Meditation. Die buddhistischen bzw. indischen Schulen der Meditation bieten wichtige Systematiken der sammelnden Stillen Bewusstseins-Konzentration, wie man die Stille Meditation auch bezeichnen kann.

Der Zen-Buddhismus als eine bestimmte buddhistische Tradition, die sich auch wiederum in verschiedene Schulen teilte, betonte in seiner nun schon sehr langen Tradition stets die Wichtigkeit der individuell praktizierten Stillen Meditation ohne Bilder, ohne Worte, ohne Gedanken und hob sie entsprechend hervor.

Diese Übungsform der buddhistischen inneren Sammlung findet sich interessanterweise zumindest teilweise auch etwa als »innere Einkehr« bei den christlichen Mystikern sowie in anderen Religionen und Traditionen und kann psychologisch als ein Sich-Leeren (Bewusstseinsleerung) und Entkonditionieren verstanden werden, erfahrbar durch phänomenologische, achtsam-konzentrierte Selbst-Beobachtung. Im Zentrum der Traditionen steht jedoch nach Erfahrungen der Konzentration (Stabilität des Geistes durch Bewusstseinssammlung) und der Bewusstseinsleerung auch die Bewusstseinsöffnung.


Meditation als individueller Weg für eine starke Introspektion und aktive Friedenseinübung

Eine interdisziplinär-integrale Wissenschaft nachhaltigen menschlichen Wandels, wie wir sie etwa vertreten, unterstützt diese zen-buddhistische Betonung der individuellen Übung zur inneren Sammlung aus der Sicht der transreligiösen Mystikforschung, der gesundheitspsychologischen, psychotherapeutischen und transpersonalen Forschungsperspektive.

Auch deshalb, weil der Zen-Buddhismus durch seine starke Erfahrungsfokussierung direkt in eine transreligiöse Haltung und transkonfessionelle Erfahrung münden kann und damit einen interreligiösen Dialog stark begünstigt, der wiederum wichtiger - vielleicht wesentlicher - Teil aktiver Friedensförderung ist.

Unser Psychosophia Institut betont daher den transkonfessionellen wie auch den interreligiösen Erfahrungs-Aspekt der Stillen Meditation und unterstützt diese auf eine aktive Weise. Wichtig ist uns die gemeinsame Praxis der Stillen Meditation - ohne Gedanken, ohne Worte, ohne Bilder. Ziel und Hintergrund unserer inter- und transreligiösen Haltung ist dabei eine westlich geprägte Aufklärung der Spiritualität aus möglichst fundierter und wirklich interessierter Kenntnis der Traditionen - eine Aufgabe, die letztlich alle Übende nur für sich selbst übernehmen können.


Nüchterne, kraftvolle Stille Meditation durch einen kritischen und aktiv übenden Geist

Kritische Überprüfung durch geistesklare Eigenprüfung ist auch ein wichtiger Aspekt der Wissenschaft und wurde auch von Buddha Shakyamuni immer wieder gefordert. So erstaunte es denn auch nicht, wollte jemand Buddha Shakyamuni als einen der ersten Psychologen und weisen Wissenschaftler aufgeklärter und lebendiger Spiritualität bezeichnen, anstatt als Religions-Begründer.

Denn es ist nicht verwunderlich, dass jemand, der sich um die menschliche Geistesschulung und eine Aufklärung der Spiritualität sorgt, sich immer wieder beim Buddhismus findet und sich mit ihm persönlich auseinandersetzt. Denn da wurde schon viel vor-gedacht, entdeckt und nutzbar für Suchende und Übende vorbereitet.


Mögliche positive (Neben-) Wirkungen der Stillen Meditation

Meditation hat viele wissenschaftlich gut belegte positive Wirkungen und wird seit Jahrzehnten nicht mehr nur in spezifischen Meditationszentren erforscht, sondern hat längst Eingang gefunden im Gesundheitswesen: Etwa in medizinischen Kliniken wie der Stress Reduction Clinic in Massachussett, das ein 8-wöchiges Programm des Verhaltensmediziners Jon Kabat-Zinn einsetzt: Das MBSR-Programm, Mindfulness Based Stress Reduction Program bzw. Achtsamkeits-basiertes Stress-Reduktions-Programm.

Jon Kabat-Zinn, emeritierter Professor für Medizin an der Universität Worcester in Massachusetts, ist international bekannt für seine Arbeit, die Achtsamkeitspraxis, die sich wesentlich auf die Meditationspraxis bezieht, in die medizinische Betreuung zu integrieren und bereits auf eine beachtliche Vielfalt von Studien verweisen kann.

Aber es gibt viele weitere Forscher, die sich dem Erfahrungsbereich der Meditation widmen. Eine aktuelle Übersicht über wissenschaftliche Meditationsforschungen gibt die folgende Radio-Dokumentation der Moderatorin Madeleine Amberger, gesendet am 20.11.08 auf Bayern 2:

Sendungen Bayern 2 (Bayern2, MP3-Sendungen). Oder direkt anhören: Meditationsforschung Bayern 2 (mp3-stream).

Zweitaustrahlung auf DRS 2 am 3.12.2008: Meditationsforschung Radio DRS 2 (direktes podcast-mp3).

Gesundheitspsychologische Prävention durch Stille Meditation. Die in den letzten Jahren intensivere Erforschung wie auch die gesundheitspsychologische und gesundheitsmedizinische Nutzung von Meditation geschieht daher nicht nur aus Gründen des Entgegenkommens einem wachsenden Bedürfnis nach Spiritualität: Stille Meditation bietet wichtige vorbeugende und unterstützend heilende und heilsame Massnahmen gegen Stress und Burnout und bewirkt nebst verbesserter Achtsamkeit einige positive medizinische Wirkungen wie auch eine psychische Stärkung.

Psychische und psychosoziale Wirkungen. Der Übende der Stillen Meditation ist im Alltag oft zentrierter, selbstsicherer, ausgeglichener, gelassener und fähiger mit Leistungsdruck und Stress angemessen umzugehen. Ferner stärkt die praktizierte aufrechte Sitzhaltung die seitlich stützende Rückenmuskulatur.

Selbst- und Welt-Erkenntnis. Wer sich ferner regelmässig innerlich zu sammeln lernt, dem eröffnen sich allmählich neue Bewusstseinerfahrungen und Bewusstseinswelten. So kann etwa die subtile Erfahrung eines einzelnen Augenblicks ein in hohem Masse energiereiches, ergreifendes, beglückendes und befreiendes Erlebnis in unserem Leben sein, das tiefe Einsicht in unser Wesen, in unser So-sein, eröffnet.


Ziele der Stillen Meditation

Es gibt viele sinnvolle Gründe zu meditieren, denn Stille Meditation lässt uns viele positive Wirkungen erfahren: Entspannung, Wohlgefühl, höhere Achtsamkeit und Introspektion, Konzentrationskraft und Sammlungskraft sowie vermehrte Flow-Erfahrungen im Alltag.

In ihrer wohl reifsten Zielsetzung und nach individuellem Erfüllen wichtiger innerer und äusserer Bedingungen, eröffnet Stille Meditation jedoch ein noch Bedeutenderes: Die Erfahrung klarer, offener und doch erfüllender Geistesgegenwart wie auch die Erkenntnis der Leerheit von Inhärenz aller Phänomene, wie sie vor allem in buddhistischer Meditationspraxis, etwa im Zen, durch individuelle Übung vermittelt wird:


Der Kaiser Bu von Ryô, sehr bewandert in der buddhistischen Lehre,
fragte den Zen-Meister Bodhidharma:

»Was ist der tiefste Sinn der Heiligen Wahrheit?«
Bodhidharma antwortete: »Unendlich weit und leer, nichts von heilig.«

Da fragte der Kaiser: »Und wer bist du - mir gegenüber?«
Bodhidharma erwiderte: »Ich weiss es nicht.«

Zitiert nach Yamada Kôun Rôshi, 2002


Interessanterweise ist auch diese Erfahrung der erfüllenden Leere und Offenheit nicht nur im Buddhismus, sie ist auch in der Philosophie (»ich weiss, dass ich nichts weiss«) und insbesondere auch bei den christlichen Mystikern sowie bei Mystikern anderer Religionen und Traditionen als ihr Wesentlichstes vorfindbar:


»Im Grund der Seele zeigt sich eine Weite,
die hat weder Bild noch Form noch eine Weise
und kennt kein Hier und Da.

Denn es ist ein grundloser Abgrund,
schwebend in sich selber, ohne Grund. In diesem Abgrund ist Gottes Wohnung
viel eigentlicher als im Himmel
oder in allem Geschaffenen.«

Johannes Tauler


Besondere Erfahrungen: Stille Meditation kann, nebst der oben genannten Entkonditierungserfahrung, viele ungewöhnliche Erfahrungen wahrnehmungspsychologischer, energetischer, identitätsspezifischer und weiterer Art hervorrufen. Durch eine reife Zielsetzung und innere Ausrichtung erfahren, bewirkt eine regelmässige Meditationspraxis schliesslich tiefe und augenblickliche Erfahrungen der Offenheit, Befreiungserfahrungen des individuellen Selbst, Erfahrungen der Auflösung der Illusion von individueller Getrenntheit - der sog. Subjekt-Objekt-Spaltung - und so auch verschiedene Weisen und in verschiedenen Erkenntnistiefen und -klarheiten Einheitserfahrungen mit dem Einen kosmischen Körper - oft Buddhanatur, Leere, Gott, Tao u.a. genannt.

Stille Meditation kann tiefste und konkrete spirituelle Erkenntnisse eröffnen. Gelingt dies, steht sinnvollerweise nicht nur die einzelne spirituelle Erfahrung im Vordergrund, sondern insbesondere auch die individuelle Integration spiritueller Erlebnisse. Denn spirituelle Erfahrungen dürfen nicht in der Innerlichkeit oder am Ego hängen bleiben.

Alltagsintegration: Erst wenn Spiritualität zum normalen Bestandteil unseres Erlebens und Handelns wird, ist uns eine Integration gelungen und wir können uns weiter entfalten. Spiritualität und spirituelle Erfahrungen und Erkenntnise werden zum ganz natürlichen Bestandteil unseres Alltages - nicht besonders oder stärker hervorgehoben als unser gegenwärtiges Atmen und Handeln. Wozu auch?

Nüchterne Normalität des ehemals Besonderen: Letztlich ist Spiritualität immer wieder ein waches, absichtsloses (konzept-freies) Gegenwärtig-sein im Augenblick des Abenteuer Lebens, das sie uns erst als sehr besondere Erfahrung entdecken lässt, bis wir es schliesslich in integrierter Form geistig ungebunden, wach und in individuell vielfältiger Lebensgestaltung dankbar geniessend (er-) leben können.


Wichtige Voraussetzung


Eine wichtige Voraussetzung, sich vertieft auf Meditation einzulassen ist ein sogenannt «starkes Ich». Was das genau ist, ist schwierig zu sagen: Maslow brachte es auf den Punkt als er schrieb:

«Wir begegnen einem schwierigen Paradox, wenn wir versuchen, die komplexe Haltung der wachstumsorientierten, selbstverwirklichenden Person gegenüber dem eigenen Selbst oder Ich zu beschreiben. Gerade die Person, deren Ich-Stärke am höchsten ist, vergisst oder transzendiert am leichtesten das Ich... In solchen Menschen kann das Aufgehen im Wahrnehmen, im Machen, im Geniessen, im Schöpferischen sehr volständig, sehr integriert und sehr rein sein.

Diese Fähigkeit, sich auf die Welt zu konzentrieren und nicht selbstbefangen, egozentrisch und befriedigungsorientiert zu sein, wird um so schwieriger, je mehr Bedürfnis-Defizite ein Mensch hat. Je wachstums-motivierter er ist, um so problembezogener kann er sein und um so mehr kann er die Selbstbefangenheit zurücklassen, wenn er es mit der objektiven Welt zu tun hat».

(Maslow, 1968).

Darum geht es: Einerseits das Ich stärken, um einerseits die Stille und die daraus folgende Transzendenz nicht nur aushalten, sondern erkenntnisreich geniessen und erfahren zu können, andererseits um es auch immer wieder als substanzielles und nicht-veränderbares Ding vergessen zu können. Denn das Ich ist, wie es der Philosoph Kierkegaard sagt, «ein Verhältnis, das sich zu sich selbst verhält». Dies können wir sowohl in der Vielfalt des Alltags erkennen, wie auch in aller Konzentration in der Stille und Einfalt des Augenblicks.

Da die Ich-Stärke durchaus variieren kann und auch nicht einfach «objektiv» festgelegt werden kann, kann es - um Gefahren des spirituellen Weges zu beachten - sehr sinnvoll sein, dies in einem psychologischen Gespräch abzuklären. Fragen Sie dazu eine psychologische oder ärztliche Fachperson, die sich auch in spirituellen Fragen auskennt.


Individuelle Einführungen in Stille Meditation

Die Psychosophia Stille Meditations-Gruppe bietet auf Wunsch zen-buddhistischen, interbuddhistischen sowie interreligiösen und transreligiösen Austausch, geprägt durch die Haltung der Offenheit und entschlossener individueller Übungspraxis.

Individuelle Zugänge zur Stillen Meditation können aktuell durch eine buddhistische, christliche, atheistische und transreligiöse Haltung ermöglicht werden - je nach individuellen Voraussetzungen.

Für jeden Teilnehmer wird eine individuelle Einführung in Meditation angeboten, in der auch Fragen, Unsicherheiten und persönliche Anliegen besprochen werden können. Die Dauer der Einführung richtet sich nach jeweiligem Bedürfnis und Vorwissen und ist im Zeitrahmen von ca. 1,25 Stunden bis 2,5 Stunden. Die individuelle Einführung ist auch für bereits Meditierende obligatorisch.

Die Kosten für die Einführung und den regelmässigen Besuch finden Sie unter AGBs u. Preise.

Ermässigungen für die Meditations-Einführung aus allgemeinen finanziellen Gründen sowie eventuelle Preisreduktionen aufgrund einer bereits bestehenden aktiven Meditationspraxis sowie der Kenntnis bezüglich diversen Zielen und möglichen Gefahren werden auf Anfrage gern geleistet.


Fragen, Termine und Anmeldungen

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme!


Weiterführende Gedanken

Untenstehend finden Sie zum Thema Stille Meditation ältere Informationen zur Anregung weiterführender Gedanken:

pdf-icon Stille Meditation Voraussetzungen (pdf, 44Kb).

pdf-icon Stille Meditation Organisatorisches (pdf, 44Kb).

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Wir müssen aufwachen, um wieder unsere Würde als freie Menschen zu entdecken.
Thich Nhat Hanh

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